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Presse

Trainer Hillgärtner erfreut Sükrü Gözenoglus Rückkehr, aber nicht dessen Vereinsvorlieben

Trainer Hillgärtner erfreut Sükrü Gözenoglus Rückkehr, aber nicht dessen Vereinsvorlieben
Artikel vom:
03.05.2013
Quelle:
Gießener Anzeiger
Bereich:
Fußball

Artikel Inhalt

Trainer Hillgärtner erfreut Sükrü Gözenoglus Rückkehr, aber nicht dessen Vereinsvorlieben

HEUCHELHEIM. Die Turn- und Sportfreunde Heuchelheim standen in der Hinrunde tief im Tabellenkeller der Gruppenliga. Nach der Winterpause kam die Wende und die Elf von Trainer Thorsten Hillgärtner präsentiert sich derzeit gar als drittbeste Rückrundenmannschaft. Großen Anteil an der positiven Entwicklung hat Stürmer Sükrü Gözenoglu, auf dessen Konto allein acht der 23 Rückrundentreffer gehen. Ein überlebenswichtiges Tor erzielte Gözenoglu zuletzt in Großen-Buseck, was ihn nicht nur nach Ansicht seines Trainers für den Spieler der Woche prädestiniert.

Dabei wechselte der Torjäger erst im vergangenen Sommer nach Kinzenbach. Sükrü Gözenoglu blieb aber nur ein halbes Jahr, revidierte den Transfer zum Ende der Hinrunde, kehrte zu den TSF zurück. Seinen Trainer Thorsten Hillgärtner freut es, dass der Stürmer wieder für sein Team aufläuft: „Sükrü hat im Winter eingesehen, dass es ein Fehler war zu wechseln. Es hat sich für ihn und für uns ausgezahlt, dass er den Weg zurückgefunden hat“, erklärt der Coach. Die Tatsache, dass Heuchelheim mit zwei bis drei Stürmern spiele und Kinzenbach mit nur einem, erhöhe die Einsatzchancen des Offensivspielers in seinem Stammverein. Immerhin kickt Gözenoglu seit der F-Jugend für die TSF, fand den Weg zum Verein 1998 über einen Bekannten: „Mein bester Freund Mario Gernandt hat mich damals gefragt, ob ich Bock habe mitzutrainieren und seitdem spiele ich als Stürmer“, erzählt er rückblickend. Der 23-jährige Angreifer bewertet seine Rückkehr nach Heuchelheim ebenfalls als richtige Entscheidung: „Ende der Hinrunde standen wir mit nur 17 Punkten hinten drin. Jetzt läuft es wieder richtig gut. Wir haben sieben Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz, und wenn wir noch ein Spiel gewinnen, haben wir mit dem Abstieg nichts mehr zu tun“, so Gözenoglu optimistisch. Wenn der Heuchelheimer gerade mal nicht auf dem Sportplatz läuft und trifft, kümmert er sich um seine Ausbildung als medizinisch-technischer Radiologie-Assistent am Uniklinikum oder jobbt nebenbei bei einem Pizza-Bringdienst. Auf dem Rasen besticht Sükrü Gözenoglu durch ein sehr laufintensives Spiel. „Er ist ein guter Stoßstürmer, geht vorne immer aggressiv drauf und will unbedingt die Tore erzielen“, lobt Hillgärtner den Willen seines Spielers. Die Laufbereitschaft wird ihm jedoch von Zeit zu Zeit zur Last: „Manchmal gehe ich unnötige Wege. Das sollte ich vermeiden, denn dann fehlt mir die Kraft für die entscheidenden Phasen“, gibt Gözenoglu selbstkritisch zu Protokoll. Coach Hillgärtner hat an seinem Angreifer zwei Dinge zu bemängeln: „Sükrü hat zwei große Probleme, das muss ich als Bayern-Fan mal sagen. Er ist Dortmund- und Barcelona-Fan und läuft immer wieder in den Trikots bei uns rum. Da gibt es ab und zu mal auf die Ohren von mir“, sagt er ironisch. Auch Gözenoglu weiß um die Brisanz dieses Themas: „Der Trainer hat scherzend gesagt, wenn ich im Barca-Trikot ins Training komme, bin ich nicht im Kader“, gibt der TSF-Spieler schmunzelnd wieder und fügt hinzu: „Der Trainer, der Co-Trainer und der Torwart-Trainer sind bei uns alle Bayern-Fans.“

Auch sachlich gesehen kann Hillgärtner berichten, woran man noch arbeiten muss: „Was Ballannahme und -mitnahme angeht, kann er sich verbessern. Auch beim Kombinieren kann er noch eine Schippe drauflegen.“ Ansonsten ist der Übungsleiter rundum zufrieden mit seiner „Nummer 11“. Die bisher schönste Erfahrung habe der 23-Jährige ironischerweise in einem Spiel gegen Kinzenbach gemacht: „Mein schönstes Tor war natürlich der Fallrückzieher gegen die SG. Man dachte, das Spiel endet 0:0, aber dann kommt der Ball aus spitzem Winkel zu mir. Ich habe es einfach mal ausprobiert und der Ball geht rein“, erzählt Gözenoglu begeistert und fügt an: „Ich war über den Treffer selbst schockiert. So etwas passiert ja nicht jeden Tag.“

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