TSF Heuchelheim

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Heuchelheim stürzt im Derby Landesliga-Tabellenführer MSG Linden

Eine faustdicke Überraschung gab es für die knapp 200 Zuschauer in der Stadthalle Linden zu beobachten. Denn Aufsteiger TSF Heuchelheim schlug die MSG Linden mit 23:22, die damit von der Tabellenspitze purzelte.

GIESSEN - Gießen (mcs/po). Eine faustdicke Überraschung gab es für die knapp 200 Zuschauer in der Stadthalle Linden zu beobachten. Noch vor wenigen Spieltagen in der Handball-Landesliga Mitte der Männer war die MSG Linden mit einer eher durchschnittlichen Leistung bei den TSF Heuchelheim zum Auswärtssieg gekommen. Doch in der Rückrundenpartie setzte sich nun plötzlich der Aufsteiger gegen den bis dato Tabellenführer mit 23:22 (12:8) durch, womit die MSG auf Tabellenplatz drei abrutschte. Schuld daran waren auch die Siege der nun mit Linden punktgleichen, aber beide im direkten Vergleich besseren Teams an der Spitze. Der TV Petterweil besiegte die HSG Wettenberg II mit 34:22, und der TV Breckenheim feierte einen 31:26-Heimsieg gegen den TSV Lang-Göns. Ebenfalls mit leeren Händen von einem Auswärtsspiel zurück kam der fünfte heimische Vertreter, die HSG Lollar/Ruttershausen, die mit 25:26 beim TuS Holzheim verlor.

MSG Linden - TSF Heuchelheim 22:23 (8:12): (po) "Wir haben in diesem Spiel sicherlich von der schwachen Form der Gastgeber profitiert, doch ich muss sagen, dass die Mannschaft ihre Gelegenheiten gut genutzt hat", freute sich Claus Well, Coach der Heuchelheimer, der allerdings bis in die letzten Sekunden um den Sieg bangen musste. So erarbeitete sich die Männerspielgemannschaft praktisch mit dem Schlusspfiff noch einen erfolgreichen Kempa-Trick, doch die beiden Unparteiischen gaben den Treffer zum 23:23-Ausgleich nicht. Allerdings waren die Gäste in einer torarmen Begegnung in der 53.Minute mit 23:20 in Führung gegangen und hatten damit schon den Grundstein für Zählbares gelegt.
Ohne etatmäßigen Kreisläufer und mit den formschwachen Rückraumakteuren Jannis Wrackmeyer sowie Chris Grundmann waren die größten Probleme der MSG schon nach wenigen Minuten offensichtlich. Mit nur acht Treffern im gesamten ersten Durchgang - darunter vier Siebenmeter - hatten die Gastgeber die wohl schwächste Angriffsleistung der gesamten Saison gezeigt und lagen damit gerechtermaßen zur Pause zurück. "Wenn einfach nur wenige Spieler an ihre Leistungsgrenze kommen, dann werden wir auch noch mit viel mehr schweren Partien zu kämpfen haben und brauchen über Oberliga ohnehin nicht nachzudenken", fand Mario Weber, Trainer der MSG Linden, klare Worte. Auch nach dem Wiederanpfiff trat die Männerspielgemeinschaft zwar zeitweise etwas stabiler auf, ließ aber auch hier insgesamt das eigene Durchsetzungsvermögen vermissen, sodass die Heuchelheimer stets die Nase vorn hatten.

Linden: Rocksien, Schindowski; Nober (2), Müller, Brockmann (1), Walter, Wrackmeyer (1), Deimer, Berger (2), Loh (1), Weber (1), Andermann (2), Höhn (3), Grundmann (9/8).
Heuchelheim: Winter, Schlesinger; Bley (4/2), Lichert, MacKellar, Koch (3), Hoffmann (3), F.Kaplan, Weidner, Weber (3), Rinn, B.Hofmann (6), Kröck, Czaja (4).

Quelle: Giessener Anzeiger (Online: https://www.giessener-anzeiger.de/…/heuchelheim-sturzt-im-d…)