TSF Heuchelheim

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Jugend


Großes Jugendhandball-Turnier in sieben Konkurrenzen / 35 Mannschaften mit rund 450 Spielerinnen und Spielern im Einsatz

Foto oben: Die jüngsten Handballerinnen der weiblichen E Jugend spielten mit sechs Mannschaften ihr Turnier, wobei sich alle Spielerinnen am Ende über Medaillen und die erfolgreichsten Mannschaften über Pokale freuen konnten. Unten die vier Teams, die das Turnier der männlichen A Jugend spielten und als Preise Spielbälle und Sachpreise in Empfang nehmen konnten. Ganz rechts stehend Turnierleiter Rolf Römer. (Fotos: Volkmar Köhler)

 

(vk) Mit einem großen Jugendhandball-Turnier über zwei Tage in der Sporthalle Heuchelheim, die Organisation und Turnierleitung hatte Rolf Römer, feierten die TSF Heuchelheim „90 Jahre Handball in Heuchelheim“. Gerade mit einem Jugendhandball-Turnier, es nahmen 35 Mannschaften in sieben Altersklassen teil, wobei rund 450 Spielerinnen und Spieler im Einsatz waren, will der Verein den Stellenwert des Jugendhandballs dokumentieren. Während bei den jüngsten weiblichen und männlichen Jugendteams am Samstag fünf bzw. in aller Regel mit sechs Mannschaften gespielt wurde, waren es am Sonntag bei den älteren Jugendmannschaften im männlichen Bereich ausschließlich Vierer-Gruppen, die sich um die Preise stritten.

Bei den jüngsten Handballerinnen und Handballern gab es Pokale für die erfolgreichsten Mannschaften und Medaillen für alle Spielerinnen und Spieler, was natürlich sehr gut ankam bei den jungen Sportlern.

Bei den ältesten Jugendmannschaften gab es Spielbälle und Sachpreise für die erfolgreichsten Mannschaften. Bei der männlichen Jugend A war der Nachwuchs der HSG Wetzlar derart dominant, das er mit seiner zweiten B-Jugend das Turnier überlegen mit 6:0 Punkten und 36:19 Toren vor der JSG Wetzlar/Niedergirmes (4:2 / 25:25), der JSG Kirchhain/Neustadt (2:4 / 20:29) und Gastgeber mJSG Bieber/Heuchelheim (0:6 / 24:32) gewann.

Die Tordifferenz dreier punktgleicher Mannschaften entschied die Konkurrenz bei der männlichen Jugend B. Die HSG Wettenberg setztesich vor dem TV Hüttenberg und der mJSG Bieber/Heuchelheim (alle je 4:2 Punkte) durch. Ohne Punkt blieb die HSG Fernwald (0:6).

Dem TV Hüttenberg (6:0 Punkte / 41:19 Tore) war der Turniersieg bei der männlichen Jugend C nicht zu nehmen. Auf den Plätzen landeten die JSG Kirchhain/Neustadt (4:2), die mJSG Bieber/Heuchelheim (2:4) und die HSG Herborn/Seelbach (0:6).

Bei der männlichen Jugend D spielten die sechs Teams in zwei Dreier-Gruppen, so dass es zu Halbfinal- und Finalspielen kam. Turniersieger wurde die mJSG Linden I nach einem 4:1-Erfolg über Gastgeber mJSG Bieber/Heuchelheim I. Platz drei ging an die HSG Wettenberg nach einem 6:5-Erfolg im kleinen Finale gegen die mJSG Linden II. Platz fünf holte sich die mJSG Bieber/Heuchelheim II durch einen 9:6-Sieg über den TSV Griedel.

Fünf Teams spielten bei der weiblichen Jugend D in einer Gruppe um den Turniersieg. Souverän setzte sich die KSG Bieber mit 39:8 Toren und 8:0 Punkten durch. Zweiter wurde die HSG Wettenberg (30:17/6:2) vor den TSF Heuchelheim (22:17 / 4:4), dem TV Homberg (9:35 / 2:6) und der HSG Kirch-/Pohlgöns/Butzbach (6:29 / 0:8).

Durch einen klaren 9:1-Sieg im Finale gegen die mJSG Linden holten sich die mJSG Bieber/Heuchelheim bei der männlichen Jugend E den Turniersieg. Platz drei ging an den TSV Griedel, der das kleine Finale gegen die HSG Wettenberg mit 5:0 klar für sich entschied. Fünfter wurde durch einen 2:1-Sieg über die HSG Lollar/Ruttershausen die HSG Pohlheim. Auch hier hatten die sechs Mannschaften die Vorrunde in zwei Dreier-Gruppen gespielt.

Schließlich waren auch die jüngsten Handballerinnen der weiblichen Jugend E mit sechs Mannschaften in zwei Dreier-Gruppen in die Vorrunde gestartet. Turniersieger wurde ganz überlegen die wJSG Klein-/Lützellinden durch einen 10:1-Sieg im Finale gegen den TV Hüttenberg. Platz drei ging knapp an die KSG Bieber, die das Derby gegen Heuchelheim mit 3:2 gewann. Fünfter wurde die HSG Wettenberg durch einen 4:1-Erfolg über die HSG Pohlheim.

Volkmar Köhler

 

 

Konzept- und Perspektivplan

in der Jugendarbeit

Grundsätze der Jugendabteilung

Handballsport entwickelt und fördert Fähigkeiten der Kinder und Jugendlichen im Team aktiv zu werden, sich zu behaupten, Verantwortung für das Team zu übernehmen, zu tragen und zu erleben, wie gemeinsame Leistung zum Erfolg führt.

Sport, und damit auch das Handballspiel, gibt den Kindern und den Jugendlichen ein höheres Selbstwertgefühl. Mit dem gegenseitigem Respekt und der dazugehörigen Disziplin wollen wir dazu beitragen „unsere Welt“ lebenswerter zu machen.

Der Handballsport hat sich in den letzten Jahren gravierend verändert: Hohes Tempo und mehr Variabilität der Spieler/innen werden in allen Spielklassen umgesetzt!

Die Teamfähigkeit, die Teambildung, die Teamarbeit sind Fähigkeiten, die heute in der Schule und in der Berufsausbildung überaus wichtig sind. Dieser Mannschaftssport befähigt die Kinder und Heranwachsenden durch seine speziellen Regeln und Techniken darüber hinaus zur Entwicklung von Reaktionsschnelligkeit, dynamischer Entscheidungsbildung uns sportlich fairem Verhalten ihrer Umgebung gegenüber.

Unsere Philosophie ist, Kinder in Bewegung zu bringen, mit ihnen eine Gemeinschaft zu schaffen und ihnen Erfolgserlebnisse zukommen zu lassen.

Unsere Leitsätze

  • Der Spaß am Handballsport steht bei uns ganz oben.
  • Wir bieten eine fundierte und entwicklungsorientierte handballerische Ausbildung in einer attraktiven Mannschaftssportart. Dabei orientieren wir uns am Rahmentrainingskonzept des DHB.
  • Unsere Spieler/innen werden gefordert und gefördert. Vielseitiges Training ist unser Ziel.
  • Wir fördern das soziale Verhalten, die Achtung anderer und die Eigendisziplin in der Gemeinschaft. Sportlicher und fairer Umgang soll vorgelebt und vermittelt werden.
  • Wir stärken die Persönlichkeit der Kinder und Jugendlichen – wir nehmen ihre Interessen ernst.
  • Wir pflegen ein positives Image und vertreten dieses bewusst nach außen.

Die Umsetzung

Ein langfristiger Trainingsaufbau ist unter Berücksichtigung entwicklungsgemäßer Besonderheiten eine grundlegende Forderung an das Nachwuchstraining.

Die Erarbeitung eines durchgängigen Förderkonzeptes als Leitfaden für die Ausbildung der Jugendspieler muss daher eine vorrangige Aufgabe der Handballabteilung sein.

Das Erarbeiten der handballspezifischen und motorischen Grundlagen der Nachwuchsspieler gelingt nur längerfristig; vor allem unter Berücksichtigung der Entwicklungsphasen.

Sollte die Trainingsarbeit der Jugendmannschaften anhand eines langfristig und durchgängig aufgebauten Trainingsplans systematisiert werden, müssen bestimmte organisatorische und strukturelle Rahmenbedingungen geschaffen werden:

  • Für jede Jugendmannschaft sollte neben einem Trainer/in auch ein Betreuer/in zuständig sein, die ggf. auch aus der Elternschaft gewonnen werden können. Eltern der Jugendlichen müssen mit eingebunden werden. (Betreuer, Fahrdienst, Organisation)
  • Um vor "Nachwuchssorgen" bei Trainern und Betreuern verschont zu bleiben, sollte weiterhin versucht werden, jugendliche für eine Mitarbeit in der Jugendabteilung zu gewinnen.
  • Vor allem aus dem Bereich der aktiven Spieler/innen, die in Mannschaften spielen, können Jugendtrainer gefunden werden.
  • Anreize setzen für eine Trainertätigkeit, gestaffelt nach der Qualifikation.
  • Vereinsinterne Ausbildungen durchführen. Dabei können auch die Trainer ihre selber gestellten Themen in einer Demonstration zeigen.
  • Auswahltrainer (Bezirk - Verband) dazu einladen.
  • Geht der Trainer mit der Mannschaft nach oben in die nächste höhere Jugendklasse oder  kommt ein neuer?
  • Welche Spielklasse ist die richtige? Entsprechende Qualifikation wählen!
  • Keine überzogenen Zielsetzungen vorgeben, immer das Ziel des Lernalters hervorheben.
  • Erfolge - gemeint sind hier nicht etwa Meisterschaften, sondern im zwischenmenschlichen und im sozialen Bereich nach außen auch entsprechend zu vertreten.

Abschließend:

Die Grundvoraussetzung für eine gute und erfolgreiche Jugendarbeit ist, dass möglichst gut ausgebildete Trainer/innen im Jugendbereich eingesetzt werden. In den Jugendjahren wird der Grundstein für die Qualität der erwachsenen Handballspieler/innen gelegt.

Deshalb sollte der Leitsatz stehen:

"Die besten Trainer gehören in den Jugendbereich"

 

Rolf Römer