TSF Heuchelheim

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Aktuelle Wettkampfplanungen in der Leichtathletik, 30.06.20

Aktuelle Wettkampfplanungen in der Leichtathletik, 30.06.20

Leichtathletik 2020 – Alles ist anders

(ras) Normalerweise beginnt die Freiluftsaison der Leichtathletik im April. Kreis-, Regions- und Landesmeisterschaften sind bis Ende Juni abgeschlossen und die Besten haben sich bereits für deutsche Titelkämpfe in ihren Altersgruppen qualifiziert. Aber in 2020 ist alles anders.

Denn alle deutschen und hessischen Meisterschaften die bis August stattfinden sollten, fallen der Pandemie zum Opfer. Ob die für September angesetzten hessischen Straßen- und Berglaufmeisterschaften durchgeführt werden, ist ebenfalls mehr als fraglich. Untergeordnete Titelkämpfe wurden generell verworfen.

Zwar soll die DM der Aktiven in Braunschweig wie ursprünglich zeitlich geplant, im August durchgeführt werden. Dazu hat der DLV ein umfangreiches, 45-seitiges Durchführungs- und Hygiene-Konzept entwickelt Aber die Voraussetzung zur Teilnahme, also die Qualifikation über Zeiten und Weiten ist nicht gegeben. So wird die DM zu einem Einladungswettkampf der Kaderathleten. Zwar werden die Fernsehzuschauer voll auf ihre Kosten kommen, Leidtragende sind jedoch alle, welche die Kriterien für die Teilnahme erfüllen könnten, so aber keine Chance haben auf sich aufmerksam zu machen. Das trifft auch Svenja Rühl von den TSF Heuchelheim. Im Februar sprang die 25-jährige für die TH Mittelhessen bei den deutschen Hochschulmeisterschaften mit 12,38 m auf den Silberrang. Ich habe seit Februar trotz Lockdown viermal die Woche trainiert, bin phasenweise nur im Feld gelaufen, oder habe Bergläufe gemacht. Derzeit gelingen Rühl aus halbem Anlauf rund 12,5 m so dass eine Qualifikationsweite von 12,75 m wie in 2019 locker erreichbar scheint. Dazu Rühl: „Für die Athleten, welche die Hallensaison nur als Übergang benutzt haben, gibt es nun keine Chance sich zu beweisen und für die DM zu qualifizieren. Es werden nur die ersten Acht aus der Halle nominiert, plus die Kader- oder  Olympiaathleten, die nachnominiert werden können. Es ist schade, das hätte mein Jahr werden können“.

 

Derzeit für jüngere Altersklassen keine Wettbewerbe in Sicht

Als Wettkampfwart des Kreises Wetzlar bedauert Rainer Finkernagel vor allem, dass für die Altersgruppe der 12- und 13jährigen derzeit überhaupt noch keine Wettkämpfe eingeplant sind. Als Trainer der LG Langgöns-Oberkleen weist Finkernagel darauf hin, dass die Aktiven und Jugendlichen des Vereins, die bis dahin in Kleingruppen trainiert haben, ihre Leistungen gerne in Wettkämpfen bestätigen würden. So hoffen auch die 15- und 16-jährigen Jugendlichen der TSF Heuchelheim, wenigstens zu Saisonende bei einem Wettkampf antreten zu können.

Gerade erst wagte der LAV Dietzhölztal als erster Verein der Region mit einem Sprintertag den Wettkampfeinstieg. Frank Rademacher zog als Veranstaltungsleiter ein positives Fazit: Zwar hätte sich der Verein über mehr Starter gefreut, aber auf den relativ kurzfristig angesetzten Wettkampf konnte sich wohl nicht jeder Läufer einstellen. Da der HLV gerade erst in der Vorwoche die Nutzung nebeneinander liegender Bahnen erlaubte, waren Sprints mit gewohntem Wettbewerbscharakter möglich. Besonders erfreulich empfand Rademacher das Auftreten der Aktiven, bei denen die drei Monate unter Corona-Bedingungen sich deutlich im Abstandsverhalten zeigte.

 

RuehlU16