TSF Heuchelheim

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Chronik

1946 - 1950

Der Tischtennissport in Heuchelheim steckte in seinen Kinderschuhen. Sporthallen-, Bekleidungs- und Materialprobleme begleiteten das Sportgeschehen in den ersten Jahren, in denen bei der Schreinerei Bernhardt, bei Volkmanns in der Gießener Straße oder später im kleinen Saal der Vereinsturnhalle gespielt wurde. Pionierarbeit leisteten u.a. Jupp Bielik, der von 1946 bis 1962 auch die Sparte führte, Adolf Christ und Willi Luft. Regelmäßiger Trainings- und Spielbetrieb sorgte in den Nachkriegsjahren dafür, daß sich die Sparte Tischtennis in den Turn- und Sportfreunden neben den Turnern, den Fußballern, Handballern und Leichtathleten etablierte.


1951 - 1955

 

Horst Rinn, Erich Rinn, Karl Wolf, Karl Hasieber, Lotti Schneider etc. sorgten dafür, daß der Spielbetrieb an den drei Tischen im kleinen Saal der Turnhalle intensiviert wurde und so 1954 erstmals eine Mannschaft in der Kreisklasse gemeldet werden konnte. Die Grundlage für recht schnelle Erfolge auf überkreislicher Ebene war gelegt.

1956 - 1960

Die Heuchelheimer Tischtennis-Cracks machten 1956/57 erstmals überregional auf sich aufmerksam, als Junior Otto Waldschmidt in Wetzlar den Hessenmeistertitel gewann und darüber hinaus den Jugendwanderpokal der Stadt Gießen. Das erste TT - Kränzchen 1958 sowie die Ausrichtung der Betirksmeisterschaften waren Ausdruck dafür, daß es mir der Sparte stetig aufwärts ging.

1961 - 1965

In den Mannschaftswettbwerben stellten sich zu Beginn der 60er- Jahre die ersten Erfolge ein. Die erste Herrenmannschaft schaffte 1962 den Aufstieg in die Gruppenliga.

Dazu gesellten sich im gleichen Jahr nach etlichen Titeln bei Kreis- und Bezirksmeisterschaften der Gewinn der nordhessischen Pokalmeisterschaft der Jugend ( Reinhard Steinmüller, Reinhard Rinn, Rolf Römer ) sowie der Gewinn des hessischen Vizetitels mit der Jugendmannschaft. Gemeinsam mit Christa Wamser, der späteren Ehefrau von Reinhard Steinmüller, holte das " Reinhard - Duo" auch noch den Nordhessentitel der gemischten Jugend. Und als schließlich auch noch Reinhard Steinmüller hessischer Schülermeister wurde, war das Erfolgsjahr der TSF gekrönt.

Doch das Ende des Tischtennis-Höhenfluges in den blau-weißen Klubfarben war noch keineswegs erreicht. Das Sextett Reinhard Steinmüller, Reinhard Rinn, Karl Hasieber, Friedel Wagner, Gerhard Mattern und Otto Waldschmidt feierte 1965 den ersten Aufstieg in die Landesliga Ost und hievte die TSF damit neben dem Gießener SV, dem TV Großen-Linden und dem TSV Allendorf/Lda. in die Gilde der klassenhöchsten Vereine des Kreises.

1966 - 1970

Leider dauerte das Landesliga-Gastspiel vorerst nur eine Spielzeit, 1966 ging es zurück in die Gruppenliga. Mit dem sofortigen Wiederaufstieg wurde es nichts, in der Schulturnhalle oder der Vereinsturnhalle wurde in den folgenden Jahren zwar so manch harter Strauß mit der Konkurrenz ausgefochten - Karl Hasieber hatte übrigens von 1962 bis 1967 die Abteilungsleitung inne -, doch erst 1969 wurde mit einem 9:5 Erfolg im Entscheidungsspiel gegen den TSV Groß-Auheim der erneute Aufstieg in die Landesliga Ost geschafft. Dieses Mal gab die "Erste" kein Kurzgastspiel, als Tabellensechster wurde 1970 ein sehr erfolgreiches Tischtennis-Jahrzehnt abgeschlossen. Das Publikumsinteresse war immens, an den Samstagnachmittagen war in der Schulturnhalle einiges los.

1971 - 1975

Mit dem unumgänglichen Abstieg aus der Landesliga 1973 setzte nach dreijährigem erfolgreichen Existenzkampf ein Negativtrend im Heuchelheimer Tischtennis ein, der im "Durchmarsch" bis zur Kreisklasse B (1977) gipfelte. Selbst im Jugendbereich klaffte nun eine große Lücke. Der Verlust einiger Stammkräfte aus gesundheitlichen und persönlichen Gründen (Karl Hasieber, Otto Waldschmidt, Gebhard Mandler) war nicht aufzufangen, die TT-Abteilung stand Mitte der "Siebziger", als Gerhard Patoschka für Horst Rinn die Abteilungsleitung übernahm (1975) und die später an Reinhold Weigand (1977) überging, vor einem Neuanfang.

1976-1980

Diesen wagte mit dem neuen Spartenleiter Udo Wrackmeyer sowie Horst Rinn und Hans-Werner Volkmann ein Trio, welches seine Wurzeln in der TSF hatte. Mit großem Engagement bewiesen diese ihre Verbundenheit zum Klub, erwarben Übungsleiterlizenzen, setzten ihre Ideen in die Tat um und krempelten mächtig die Ärmel hoch. Udo Wrackmeyer an der Spitze legte das Augenmerk auf die Jugendarbeit, auf die Verpflichtung eines qualifizierten Trainers. Der Einsatz von Werner Englisch lohnte sich, zur Jahrzehntwende gab es wieder einen Hoffnungsschimmer am Heuchelheimer Tischtennishorizont. Pädagogisches Geschick sowie die räumlichen Vorteile der neuen Sporthalle begünstigten natürlich den Wiederaufstieg, der immer schneller voran schritt.

1981-1985

Zweitliga-Akteur Werner Englisch und im Anschluß die Großen-Lindener Bundesligaspielerin Eva Hansel führten die TT-Sparte binnen weniger Jahre an die Jugendspitze des Kreises Gießen (1981/82 sechs gemeldete Schüler- und Jugendteams), in dem nach der Ära GSV kein anderer Klub ähnlich den Turn- und Sportfreunden die Jugendarbeit intensivierte. Dies zahlte sich aus, schnell qualifizierten sich TSF-Teams sowie Einzelspieler für hessische und südwestdeutsche Titelkämpfe. Der größte Erfolg gelang 1984 den Schülern, die in der Besetzung Uwe weber, Mirko Fritzsche, Arvid Volkmann und Dirk Thomas südwestdeutscher Pokalsieger und südwestdeutscher Vizemeister wurden und auch auf Hessenebene zu doppelten Titelehren kamen.

1981 - 1985

Darüber hinaus drang Uwe Weber im februar 1985 bei den hessischen Einzelmeisterschaften der A-Schüler bis in das Achtelfinale vor und qualifizierte sich zugleich für die "Südwestdeutschen". Es war aber nicht nur die Jugend, die für Schlagzeilen sorgte. Das "Freienseener Jahrhundertspiel" am 6. März 1983, dem Tag, an dem zudem Bundeskanzler Helmut Kohl als neuer Bundeskanzler Geschichte schrieb, ebnete der ersten Mannschaft mit GSV-Rückkehrer Ralf Waldschmidt an der Spitze den Weg zurück in die Kreisklasse A. Somit war auch im Aktivenbereich ein Anfang für eine neue, bessere Zukunft gemacht. Zumal in der Spielzeit 1984/85 erstmals eine Damenmannschaft zur Verbandsrunde gemeldet wurde, nachdem 1982 die Schülerinnen (Kerstin Kreiling, Antje Sack, Heike Steinbach, Heike Otto, Sabine Rott) Bezirksmeister geworden waren.

1985-1989

Die Aufbauarbeit im weiblichen Jugendbereich sorgte 1988 für weitere Erfolge. Die weibliche Jugend (Andrea Zehe etc.) wird mit 24:0 Punkten Bezirksmannschaftsmeister, wird sowohl in Frankfurt-Höchst hessischer Vizemeister als auch in Fritzlar hessischer Vizepokalsieger, nachdem zuvor auch im Bezirkspokal triumphiert worden war. Selbst in den Einzelkonkurrenzen waren die Turn- und Sportfreunde gleich viermal auf Landesebene vertreten. Bei der männlichen, bzw. weiblichen Jugend B in Langenbieber waren Fred Kämpf, Anrea Zehe und Nicole Aeberhardt in ihren Vorrundenspielen nicht chancenlos, mußten dennoch allein Uwe Weber den Einzug in die Endrunde gestatten. Hier gelang ihm die Sensation und er bezwang den späteren Bundesliga- und Nationalspieler Sascha Köstner mit 2:0 Sätzen. Eine Bravourleistung, die bis heute kein anderer Heuchelheimer Tischtennisspieler vorweisen kann. Bei den Aktiven feierten 1988 die Herren I den Titelgewinn in der Bezirksklasse und den Sprung in die Bezirksliga, die "Zweite" den Aufstieg in die Kreisliga, die Damen den in die Bezirksklasse. Frank Wollenhaupt konnte sich guten Gewissens als Erfolgstrainer fühlen.

1985 - 1989

1989 gelang der ersten Männermannschaft mit dem Sprung in die 2. Verbandsliga der dritte Aufstieg in Serie (1986/87 in die Bezirksklasse, 1987/88 in die Bezirksliga). Hut ab vor Volkmar Schäfer, Uwe Weber, Marc Adolph, Fred Kämpf, Matthias Thomas und Jan Weber. Neben den Männern I war erneut die weibliche Jugend das Aushängeschild des Klubs. Andrea Zehe, Nicole Aeberhardt, Bettina Bernhard, Annette Sack und Michaela Bepler starteten auf Kreisebene in der Klasse der männlichen Jugend und wurden dort herausragender Fünfter. Durch überlegene Siege auf Kreis-, Bezirks- und Hessenebene qualifizierten sich die Youngster sowohl für die südwestdeutschen Meisterschaften als auch für die Pokalspiele. Dort feierten sie bis dahin die größten Erfolge in der Heuchelheimer Tischtennisgeschichte, indem sie nach 5:2- SIegen über TTC Niederlinxweiler (Saar) und den TTC Riedelberg (Pfalz) den Südwestpokal gewannen Nach diesem Triumpf in St. Ingbert kam es in Wörth in der Pfalz noch besser, mit Erfolgen über TTC Riedelberg, TTC Niederlinxweiler, Hassia Bingen und TTV Ehlingen wurde auch der Südwesttitel an die Bieberach geholt und damit gleichzeitig die Qualifikation für die deutsche Meisterschaft der weiblichen Jugend geschafft.

1985 - 1989

Doch das war nicht alles, das Jahr 1989 war wohl das erfolgreichste in der Heuchelheimer Chronik. Denn die männliche Jugend in der Besetzung Steve Kasch, Jens Hofmann, Jörg Schmidt und Kai Wollmann wurde ebenfalls überlegender Meister der Bezirksklasse Gießen, holte anschließend den Bezirkstitel und war damit ausgerechnet für die in der Heuchelheimer Sporthalle stattfindenden Hessenmeisterschaften qualifiziert, die dann aber Endstation bedeuteten. Das Aus kam für das TSF-Quartett bereits in der Vorrunde. Last but not least machten die TSF-Youngster auch in diversen Einzelkonkurrenzen von sich reden, was u.a. mit der Qualifikation von Nicole Aeberhardt, Bettina Bernhardt, Andrea Zehe, Steve Kasch und Jens Hofmann für die hessische Tischtennis-Vorrangliste der B-Jugend bestätigt wurde. Am Ende der 80er-Jahre verbuchten auch die TSF-Damen noch ein besonderes Erfolgserlebnis, denn nur fünf Spielzeiten nach der Premiere war bereits die Bezirksliga erreicht. Und die Herren II spielten bereits in der Bezirksklasse. Wer hätte dies fünf oder sechs Jahre zuvor für möglich gehalten?

1990 - 1994

Im Frühjahr 1990 qualifizierte sich Steve Kasch für die deutschen A-Schülermeisterschaften, bei denen er aus gesundheitlichen Gründen aber nicht in die Entscheidung eindringen konnte. Im Sommer gab der 14-jährige seinen Wechsel zum ambitionierten Oberligisten TSG Wieseck bekannt. Kein Wunder, den Steve Kasch hatte bei den hessischen Meisterschaften im Doppel der A-Schüler mit Frank Renkewitz den ersten Hessentitel seiner Laufbahn gewonnen und zudem dreimal Bronze (B-Jugend-Doppel, B-Jugend-Mixed, A-Schüler-Einzel) geholt. Trainiert wurden die TSF-Akteure 1990/91 von dem wenig später verstorbenen Eddy Germann, ab der Spielzeit 1992/93 von Roland Fritsch.

Hervorzuheben in desem ersten Abschnitt des Jahres 1990 war zudem der Silber-Platz der Damen II (Kerstin Kreiling, Susanne Schmidt, Heike Steinbach) bei den hessischen Pokalspielen- Bleibenden Eindruck hinterließ zudem über Pfingsten die Schweiz-Fahrt bei allen Beteiligten, obwohl sämtliche sportlichen Auseinandersetzungen gegen den TTC Brugg verloren wurden.

In der Spielzeit 1990/91 trumpften die Heuchelheimer Tischtennis-Damen groß auf und gewannen in der Bezirksliga sowohl den Kreis- als auch den Bezirkspokal (Bettina Bernhardt, Andrea Zehe, Nicole Aeberhardt, Annette Sack). Den Erfolg im Jahr der Frau komplettierte die zweite Damen-Mannschaft mit dem Bezirsklassen-Aufstieg (Antje Sack, Kerstin Kreiling, Susanne Schmidt, Ulrike Rott) sowie das dritte Damenteam als Meister der 1. Kreisklasse (Heike Steinbach, Monika Kreiling, Michaela Beppler, Daniela Brückner, Birgit Wiese). Auch die Schülerinnen I kamen zu Titelehren durch Karolin Geyer, Julia Wolf, Daniela Wrackmeyer und Johanna Tannhäuser, die das entscheidene Meisterschaftsspiel gegen den TV Trais-Horloff nach dreieinhalb Stunden Spielzeit mit 7:5 gewannen. Aber auch die Herren ließen sich nicht lumpen, schafften das mit der zweiten Mannschaft (Peter Schmid, Andreas Schmalz, Martin Hajdu, Matthias Thomas, Axel Mandler, H.W. Volkmann und Ramon Fuguet) nach einem Relegations-9:1 über den TuS Naunheim II den Aufstieg in die Bezirksliga und mit der "Sechsten" den Titelgewinn in der Sonderklasse. Im Januar 1991 hatten Jens Hofmann bei der männlichen Jugend A sowie Julia Wolf bei den Schülerinnen B die TSF auf Hessenebene vertreten, mussten bei den Landestitelkämpfen in Immenhausen aber vorzeitig die Segel streichen. Der männlichen Jugend gelang bei den Bezirkspokalspielen in Dautphetal mit dem Cupgewinn der große Wurf (Jens Schmidt, Malte Brückner und Stefan Kreiling). Bei den Kreiseinzelmeisterschaften der Aktiven feierten die TSF sieben Titelgewinne im Einzel und im Doppel, wobei Marc Adolph zum dritten Mal in Folge bei den Herren C nicht zu schlagen war.

Doch die Erfolgsjahre der TSF waren noch lange nicht vorbei. 1992/93 folgt die hessische Vizemeisterschaft der Schülerinnen mit Julia Wolf, Karolin Geyer, Johanna Tannhäuser und Anja Adamik; Julia Wolf nahm auf Einladung des Hessischen Tischtennis-Verbandes an einem Vier-Länder-Kampf der B-Schülerinnen in Bayern teil.

1994 - 1998

In den beiden folgenden Spielzeiten war es dann vornehmlich Julia Wolf, die die Tischtennis-Abteilung der TSF über den Kreis hinaus ins Gespräch brachte. Das TSF-"Küken" holte sich bei den Bezirkstitelkämpfen der weiblichen Jugend als Schülerin die Goldmedaillen im Doppel und Mixed; mit der Mannschaft (Anja Adamikm Pamela Holtus, Karolin Meyer) den Bezirkspokaltriumpf und schließlich bei den hessischen Mannschaftsmeisterschaften der Schülerinnen nach einer knappen 4:6-Finalniederlage Silber.

Bei der Tischtennis-Olympiade in Düsseldorf sorgte Julia Wolf in einem 64er-Feld ihrer Altersklasse mit dem Einzelsieg zusätzlich für Aufsehen, ebenso als Teilnehmerin an den südwestdeutschen Meisterschaften der Schülerinnen A in der abgelaufenen Saison 1994/95.

Nach Abschluss der Verbandsrunde 1994/95 gab es drei Titelgewinne zu verbuchen: Die Schülerinnen I und Schüler II setzten sich ebenso durch wie die Herren II (Uwe Weber erzielte zudem die beste Einzelbilanz aller Akteure in dieser Klasse) in der Kreisliga, wobei letztere aber kein Aufstiegsrecht besaßen.

Ab Mitte der 90er Jahre machten die Damen durch eine beeindruckende Erfolgsserie von sich Reden. 1994 kam Annette Kuhlmann nach Heuchelheim, 1995 stießen Melanie Harbach und Abwehrroutinier Jutta Siewers dazu. In der Besetzung Annette Kuhlmann, Julia Wolf, Karolin Geyer und Jutta Siewers sowie Nicole Aeberhardt schaffte es die 1. Damenmannschaft in der Verbandsliga-Runde 1996/97 die Meisterschaft zu erringen. Die darauffolgende Saison in der Hessenliga wurde mit Glück ebenfalls mit einem Aufstiegsplatz beendet. Ab der Spielsaison 1998/99 spielte die 1. Damenmannschaft somit in der vierthöchsten Klasse in Deutschland. Mehr als eine Dekade in der Oberliga sollte folgen. Einen wichtigen Beitrag leisteten professionelle Trainingsbedingungen, da mit dem Regionalligaspieler und Norweger Öyvind Aas ein qualifizierter Damentrainer zur Verfügung stand.

Die 2. Herrenmannschaft wurde in der Saison 96/97 verlustpunktfrei Meister in der Bezirksklasse 1. So unangefochten hat bis dato keine Mannschaft einen Meistertitel erspielt. Insgesamt wurden in dieser Saison drei Meistertitel und einen Vizemeistertitel gefeiert.

1997 konnte die Abteilung die Brüder Ralf und Peter Neul für die 1. Herrenmannschaft gewinnen. Beide wurden zusammen mit Martin Hajdu, Bernd Wingefeld, Stefan Kreiling, Thorsten Budde und weiteren Spielern zu Garanten für viele Jahre erfolgreiches Tischtennis in der Verbandsliga.

In diesem Jahr übernahm zum ersten Mal in der Abteilungsgeschichte eine Frau den Posten des Abteilungsleiters, pardon, der Abteilungsleiterin. Antje Beyer wird das Amt bis 2001 bekleiden.

1999 – 2003

In diesen Jahren fand ein Umbruch in der 1. und 2. Damenmannschaft statt. Nach einem Jahr in der Oberliga verließ Nicole Aeberhardt 1999 den Verein. In 2000 kamen mit Antje Weber, Jasmin Müller und Susan Koster drei neue Spielerinnen nach Heuchelheim nachdem sich deren Regionalliga-Mannschaft in Rödgen auflöste. Diese personelle Verstärkung legte den Grundstein für den längeren Klassenerhalt in der vierthöchsten deutschen Klasse. Mit ihnen wechselte auch der Trainer, denn Öyvind Aas übergab die Trainingsverantwortung berufsbedingt an Dr. Norbert Englisch, der seit 2000 das Damentraining leitete. Viele Jahre nachdem Werner Englisch Aufbauarbeit in der TT-Abteilung leistete, übernahm damit sein Bruder und Präsident des hessischen Tischtennisverbandes (HTTV) ein Trainingsamt in Heuchelheim.

Nach Neuausrichtung der 1.Damenmannschaft konnten Julia Wolf und Christine Kurz, die ein Jahr zuvor nach Heuchelheim gewechselt war, die 2. Mannschaft verstärken. Diese hatte zuvor mit den Spielerinnen Melanie Harbach, Janina Giebhardt, Annette und Antje Sack, Pamela Holthus und Heike Steinbach die Bezirksoberliga erreicht. Aus beruflichen wie privaten Gründen hörten jedoch einige Spielerinnen mit dem Wochenend-intensiven Mannschaftssport auf, so dass neue Spielerinnen aufgenommen wurden. In 2002 wechselte mit Meike Schmidt eine weitere Großen-Lindenerin nach Heuchelheim, nachdem man kurzzeitig sogar in Unterzahl spielen musste. Aus der eigenen Jugend kam Nadine Weber in die Damenmannschaft, zunächst in die 2. Damenmannschaft, in Saison 2003/04 in die 1. Damenmannschaft. In 2003 wechselte Linda Beukemann ebenfalls aus dem eigenen Jugendbereich zu den Erwachsenen. Annette Kreiling, ehemals Kuhlmann, verstärkte ab 2001 ebenfalls die 2. Damenmannschaft nach einer privaten Pause. Da verwunderte es nicht, dass am Ende der Saison 2003/04 der Aufstieg in die Verbandsliga zu Buche stand.

In bester Erinnerung sind allen Spielerinnen aus dieser Zeit die Putzaktionen vor den Heimspielen. Denn der Hallenboden war in der Großsporthalle zu glatt und rutschig für ein Verbandsrundenspiel. So konnten die Spielerinnen besonders vor den Oberliga-Heimspielen zunächst zum Putzeimer und dann erst Tischtennisschläger greifen. Ein Zustand, der zum Glück Ende des Jahrzehnts behoben wurde.

Im Nachwuchsbereich erreichte Corinna Weber 2001 bei den hessischen TT-Meisterschaften der A-Schülerinnen einen hervorragenden 2. Platz. Im gleichen Jahr wurde beim Jugend-Kreis-Pokal der 2. Platz der Jugend B-Liga erreicht. Die Mädchen der Spielgemeinschaft TSG Alten-Buseck/ TSF Heuchelheim stellten den Sieger in der Hessenliga der weiblichen Jugend/ Schülerinnen.

Am 01.09.2002 wurde eine seit ewigen Zeiten gültige Regel im Tischtennis geändert. Ein Satz geht nun nicht mehr bis 21, sondern nur noch bis 11. Es werden auch nicht mehr nur 2 Gewinnsätze, sondern 3 Gewinnsätze in allen Punktspielen gespielt. Viele „alte Hasen“ hatten mit dieser Neuerung ihre liebe Mühe. Aber mittlerweile gehört auch das nur in die Annalen.

Die Spielzeit 2002/2003 war im Damen- und Herrenbereich bei allen Mannschaften nur von mäßigem Erfolg gekrönt. Es wurden nur mittlere und hintere Plätze in den einzelnen Tabellen der Ligen erreicht. Aber etwas Herausragendes gab es doch! Die bereits oben erwähnte Spielgemeinschaft TSG Alten-Buseck/ TSF Heuchelheim erreichte 2002 bei den südwestdeutschen Meisterschaften der Jugend einen ausgezeichneten 3. Platz. Und noch einmal machte Corinna Weber von sich Reden, als sie in dieser Saison zur besten Spielerin in der Hessenliga der weiblichen Jugend/Schülerinnen wird.

Der sportliche Höhenflug setzte sich in der Saison 2003/2004 in Heuchelheim fort. Die 1. Damenmannschaft erreichte in der Oberliga einen hervorragenden 3. Platz, die 2. Damenmannschaft in der Bezirksoberliga einen Aufstiegsplatz wie auch die 2. Herrenmannschaft in die Bezirksliga!

Ein Highlight 2003 war die von Josef Kasch erstklassig vorbereitete und organisierte Fahrt nach Tschechien. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer besuchten Karlsbad und Franzensbad, genossen das dortige Heilwasser sowie Becherovka, Oblaten und die böhmische Küche. Selbstverständlich wurde auch das dortige Bier auf Leber und Nieren ausgiebig getestet.

2004- 2008

In diesen Jahren etablierte sich die 1. Damenmannschaft in der Oberliga. Die Mannschaft konnte kurzzeitig mit Susanne Rinné, ab 2004 mit Pia Englisch und ab 2005 mit Luisa Kristin Siewert weitere Spielerinnenzugänge verzeichnen. Dafür stand Susan Koster studienbedingt nicht mehr uneingeschränkt zur Verfügung. Während Pia Englisch, Tochter des Trainers Dr. Norbert Englisch aus Alten-Buseck nach Heuchelheim wechselte, konnte das junge Talent Luisa Kristin Siewert aus Naunheim für die TSF geworben werden. Das starke vordere Paarkreuz mit Antje Weber und Jasmin Müller war zudem ein wichtiger Punktegarant, so dass man in dieser Zeit in der Oberliga sogar oben mitspielen konnte. Die 1. Damenmannschaft erreichte in der Saison 2005/06 einen hervorragenden 3. Platz in der Oberliga, 2006/07 den 4. und 2007/08 den 5. Platz.

Doch die 2. Damenmannschaft ließ sich nicht lumpen und konnte auch mit Erfolgen glänzen. Mit den Spielerinnen Annette Kreiling, Melanie Harbach, Linda Beukemann, Nadine Weber, Meike Schmidt und Christine Kurz wurde die Saison 2005/06 als Tabellenzweiter in der Verbandsliga abgeschlossen. Das hieß: Aufstieg in die Hessenliga. Damit waren die Heuchelheimer Damen in der viert- und fünfthöchsten deutschen Klassen vertreten.

Leider blieb es für die 2. Damenmannschaft nur bei einer Stippvisite in der Hessenliga. Trotz der Verstärkung aus der 1. mit Pia Englisch und Corinna Weber, die aus der eigenen Jugend ebenfalls in die 2. Damenmannschaft wechselte, reichte es nicht für den Klassenerhalt. Da die 2. Damenmannschaft seit 2003 konsequent die Rotation der Spielerinnen praktizierte, hatte man sich es mit acht Spielerinnen in einer Mannschaft auch nicht leicht gemacht, da keine Spielroutine sowohl bei den Doppeln als auch Einzeln aufkommen konnte.

Die Spielzeit 2004/2005 verlief für alle Herrenmannschaften positiv. Herauszuheben ist hier der 2. Platz der 2. Herrenmannschaft, die als Aufsteiger in der Bezirksliga angetreten war. Nachdem zwei Leistungsträger der 2. Mannschaft diese in der darauffolgenden Saison 2005/2006 aus privaten/beruflichen Gründen verließen, wurden zwei Nachwuchsspieler integriert. Der Klassenerhalt war daher oberstes Ziel, konnte aber nicht erreicht werden und man stieg wieder in die Bezirksklasse ab. Besser erging es den anderen Mannschaften, die durchweg im vorderen Drittel der Tabelle die Saison beendeten.

Ab 2004 ließen Jonathan Kollmar und Michel Weiss im Nachwuchsbereich von sich aufhorchen. Sie erreichten in ihrer Altersklasse bis 11 bzw. 12 Jahre den vordersten Platz auf Kreisebene, konnten sich im Bezirk durchsetzen und schließlich bei den Hessenmeisterschaften groß auftrumpfen. Jonathan Kollmar wurde Hessenmeister, Michel Weiss erreichte in seiner Altersklasse einen ebenso hervorragenden dritten Platz. Weitere Erfolge stellten sich auch in der Schülermannschaft ein, die in der Saison 2004/05 in der Aufstellung Michel Weiss, Jonathan Kollmar und Felix Vogler den zweiten Platz bei den A-Schülern erzielen konnten.

Einen zusätzlichen Aufschwung erreichte die Nachwuchsarbeit ab 2006 mit der Übernahme der Trainingsverantwortung durch Thorsten Budde, Spieler der 1. Herrenmannschaft. Viele junge Spielerinnen und Spieler konnten in Heuchelheim für den Tischtennissport begeistert werden, die im gesamten Kreis die TSF-Fahne hoch hielten.

2008 – 2012

Die 1. Damenmannschaft behauptete sich weiterhin in Oberliga, doch war dies in den Folgejahren zunehmend schwieriger geworden. Verletzungspech und berufsbedingte Ausfälle verstärkten diese negative Tendenz. Die Tabellenplätze verschoben sich in den unteren Bereich, bis hin zur Saison 2010/11 als die 1. Damenmannschaft nur auf einem Relegationsplatz landete. Bei den Spielen um den Klassenerhalt konnten sich die Heuchelheimer Damen gegen die Konkurrenz zwar durchsetzen und hätten in der darauf folgenden Saison 2011/12 weiter Oberliga spielen können. Nicht zuletzt durch den verletzungsbedingten Rückzug von Antje Weber fehlten jedoch Spielerinnen mit Oberliga-Stärke für die 1. Damenmannschaft, da auch Luisa Kristin Siewert studienbedingt nur eingeschränkt zur Verfügung stand. So ergab es sich gegen Ende der Spielsaison 2010/11, dass die bisherige 1. Damenmannschaft aufgelöst und mehr als eine Dekade Oberliga für Heuchelheim endete.

Die 2. Damenmannschaft rutschte nach dem Abstieg aus der Hessenliga in der darauf folgenden Saison in der Verbandsliga ab, und konnte sich nur mit Not in dieser Klasse halten. Dies sollte sich in der Saison 2008/09 wieder ändern, denn die 2. stand erneut als Aufsteigerin in die Hessenliga fest. Doch auch in dieser zweiten Hessenliga-Runde konnte der Klassenerhalt nicht erreicht werden. Und nach einem Jahr hieß die neue Liga wieder Verbandsliga.

Ab der Saison 2011/12 hat Heuchelheim durch die Auflösung der Oberliga-Mannschaft nur noch eine Damenmannschaft. Diese hält zurzeit nach wie vor die Heuchelheimer Fahne in der Verbandsliga hoch. Ziel wird sein, die Erfolgsgeschichte dieser Mannschaft fortzusetzen und weitere Mannschaften aufzubauen.

Die 1. Herrenmannschaft schaffte in der Saison 2007/08 den Sprung in die Hessenliga. Trotz der Freude war jedoch allen Aktiven klar, dass man viel Glück benötigen würde, um einen Verbleib in dieser Liga zu erreichen. Bedauerlicher Weise hatte man kein Glück!

Die nächsten 2 Jahre (bis 2010) verliefen im Herrenbereich sportlich durchschnittlich. Es stieg zwar keine Mannschaft ab, es hatte in dieser Zeit aber auch keine Mannschaft große Chancen auf einen vorderen Tabellenplatz, der zum Aufstieg in eine höhere Liga berechtigt hätte. Aber Halt! Da war ja noch die 3. Herrenmannschaft! Die spielte zwar „nur“ in der 1.Kreisklasse, schaffte aber in der Saison 2009/2010 durch einen zweiten Platz den Aufstieg in die Kreisliga.

Im Nachwuchsbereich war es wieder die Jugendmannschaft, die in der Saison 2008/09 für Schlagzeilen sorgte. Sie erreichte bei den Bezirksmannschaftsmeisterschaften in Bruchköbel den zweiten Platz, nachdem die Bezirksoberligastaffel sogar als erster beendet werden konnte. Jonathan Kollmar, Michel Weiss, Philip Huisl und Andre Skib erreichten bei den Bezirksmannschaftsmeisterschaften in Bruchköbel den zweiten Platz, nachdem die Bezirksoberligastaffel sogar als erster beendet werden konnte.

An diesen Erfolg knüpfte in 2010 dann die Schülermannschaft mit Adam Janicki, Julia Rinn, Felicia und Donatus Wack, Lukas Matic und Leon Kossatz nahtlos an, die sowohl den Kreispokal als auch die 1.Kreisklasse Schüler gewannen.

Unter Leitung des neuen Nachwuchstrainers Fabian Lenke, der ab 2009 die Trainingsverantwortung von Thorsten Budde übernahm, wurde 2010 zu einem sehr erfolgreichen Jahr für den TSF-Nachwuchs. Das Heuchelheimer Ausnahmetalent Adam Janicki gewann den Titel auf Kreis- bzw. Bezirksebene und belegte bei den Hessischen Jahrgangsmeisterschaften den dritten Platz. Lucas Matic kam unter die besten fünf und auch Donatus Wack erreichte eine gute Platzierung, so dass die TSF Heuchelheim in diesem Jahr der erfolgreichste Verein Hessens bei den C-Schülern war. Diese Erfolgsgeschichte wurde allerdings in 2011 mit dem Weggang von Adam Janicki unterbrochen, dessen sportliche Entwicklung mit Interesse verfolgt werden darf.

Die Tischtennisabteilung der TSF erlebte in der Saison 2010/11 einen sportlichen Tiefpunkt. Die 1. Herrenmannschaft stieg nach 14 Jahren Verbandsliga aus der Klasse ab und zog daraufhin in Absprache mit den Akteuren eine weitere Klasse zurück, nachdem Spieler den Verein verlassen hatten. Die Oberliga-Damenmannschaft löste sich auf und Spielerinnen wechselten den Verein. Zur Rückrunde musste die 5. Herrenmannschaft aus der 3. Kreisklasse zurückgezogen werden. Konnten in den vergangenen Jahren immer fünf oder sechs Mannschaften im Herrenbereich aufgestellt werden, so waren es fortan nur noch drei Mannschaften. Dieser Negativtrend setzte sich auch in dem Nachwuchsbereich fort.

Somit steht die Tischtennisabteilung in Heuchelheim in 2012 vor einem Neuanfang. Erste Schritte wurden durch ergänzende Angebote im Erwachsenentraining eingeleitet. Die Einführung eines qualifizierten Systemtrainings für alle Aktiven zeigte bereits erste Früchte mit einer hohen Trainingsbeteiligung. Daneben sollen neue Wege bei der Nachwuchsförderung beschritten werden. Die Tischtennisabteilung plant ihre Aktivitäten in Grundschule und Kindergärten auszuweiten und dort Bewegungsspiele rund um den kleinen Ball anzubieten. Ziel ist, neue Spielerinnen und Spieler für die schnellste Rückschlagsportart der Welt zu begeistern und für den Tischtennissport in Heuchelheim zu gewinnen!