TSF Heuchelheim

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Im Jubiläumsjahr geht’s im großen Saal der Heuchelheimer Turnhalle rund

(sbj). Sie ist das Herz der Turn- und Sportfreunde Heuchelheim. Und das seit den 20er Jahren. „Erst war der Wille, dann die Tat. Ein jeder half, ein jeder gab. So steht dieser Bau jetzt frei der edlen deutschen Turnerei.“ Diese Worte der Erbauer sind den Mitgliedern rund um den Vorsitzenden Wolfgang Schleer nach wie vor eine Verpflichtung, die Turnhalle in der Wilhelmstraße in einem guten Zustand zu erhalten. Das lassen sie sich mit finanzieller Hilfe der Gemeinde einiges kosten. Wenn die Renovierungs- und Baumaßnahmen abgeschlossen sind, werden vermutlich rund 650 000 Euro in die zwischen 1923 und 1926 erbaute Halle geflossen sein.

Längst wird in ihr nicht mehr nur geturnt. Sie ist zu einer Begegnungsstätte von Vereinen geworden, hat bürgerhausähnlichen Charakter. Letzteres ist auch ein Grund, warum die Gemeinde den TSF finanziell unter die Arme greift. Denn alleine, das steht fest, könnten sie die Renovierungs- und Umbaumaßnahmen nicht schultern. Was sich bereits verändert hat und was noch geplant ist, erläuterten Schleer und Markus Fricke, Bereichsleiter Verwaltung und Mitglied des Liegenschaftsausschusses, am Donnerstagabend bei einem Pressegespräch. Mit dabei waren auch Bürgermeister Lars Burkhard Steinz, der Erste Beigeordnete Erich Sapper und der SPD-Fraktionsvorsitzende Benjamin-Sebastian Unverricht.

Ein wichtiges Projekt war dieses Jahr die Schaffung einer Behindertentoilette. Denn die stand seit Langem auf der Wunschliste. Jetzt gibt es auch zwei moderne Konferenzräume. Der eine wurde von Pächter Thomas Huber bereits in Eigenregie renoviert, der andere neu geschaffen. Dafür wurden einige Quadratmeter vom großen Saal abgezwackt. In der Gaststätte wurden neue Fenster eingebaut. Die Küche erhielt einen neuen Fußboden, der den Hygiene- und Unfallverhütungsvorschriften entspricht. Zudem wurde ein Fettabscheider installiert. Das Kühlraum-Aggregat wurde mit einem Schallschutz versehen. Auf der Kegelbahn wurden der Boden ausgebessert und Abdichtungsarbeiten erledigt. Für den Saal wurde ein Schallschutzgutachten erstellt. Außerdem wurden Brandschutztüren eingebaut und in die Feuerschutz- und Sicherheitstechnik investiert.

Von zwei Ideen haben sich die Verantwortlichen wieder verabschiedet: Dem Bau eines Aufzugs oder alternativ der Schaffung einer Rampe, um einen behindertengerechten Zugang zu ermöglichen. Denn das geht auch einfacher und vor allem kostengünstiger: Bei Bedarf wird einfach eine ebenerdig zugängliche Seitentür geöffnet, um Menschen im Rollstuhl oder aber mit einem Rollator direkt in den Saal zu lassen.

Neue Fenster

„Alle Fraktionen loben, dass die Arbeiten gut erledigt wurden“, hob Bürgermeister Steinz hervor. Die Aufträge wurden an Heuchelheimer Unternehmen vergeben, vieles wurde und wird auch in Eigenleistung gemacht, wie Schleer sagte. Angefangen bei der Planung. Um die kümmerte sich Volker Kröck - ehrenamtlich. Ein weiterer wichtiger Helfer ist Frank Lindenstruth. Er plant beispielsweise nicht nur die Elektroarbeiten, sondern packt wie Volker Kröck und viele andere tatkräftig mit an. „Es ist ein Glücksfall, dass sie das machen“, freute sich Schleer.

2013, im Jubiläumsjahr des Vereins, steht dann der große Saal im Mittelpunkt. Hier sollen nicht nur die Fenster ausgetauscht und der Boden abgeschliffen werden, sondern auch die Vorhänge verschwinden. An der Beleuchtung wird ebenfalls gefeilt, und Schallschutz ist ein weiteres Thema. Dem Bühnenboden und den Duschen unter der Bühne will man sich ebenfalls widmen. Von außen bleibt erst mal alles beim Alten. „Die Außensanierung hat keine Priorität“, sagte Steinz. Er kündigte an, dass in der Gemeindevertretung im Januar oder Februar darüber diskutiert werde, ob den TSF ein weiterer Zuschuss - 165 000 Euro wurden bereits bewilligt - gezahlt wird und falls ja, wie hoch dieser dann ist.

Wie lange die Arbeiten noch dauern, ist unklar. Fest steht laut Schleer jedoch, dass sie bis zum akademischen Abend zum 125-jährigen Bestehen der Turn- und Sportfreunde am 15. Juni - dem Gründungstag - noch nicht abgeschlossen sein werden.