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Presseberichte

Nachwuchs-Findung und Präsentations-Gestaltung

Nachwuchs-Findung und Präsentations-Gestaltung
Artikel vom:
27.02.2013
Quelle:
Gießener Anzeiger
Bereich:
TSF 125 Jahre Jubiläum

Artikel Inhalt

Nachwuchs-Findung und Präsentations-Gestaltung

27.02.2013 – HEUCHELHEIM,  Giessener Anzeiger

Vereinsthementag in Heuchelheim bietet vier qualifzierte Referenten zu aktuellen Themen – Auch Soziale Medien und Übungsleiter-Vergütung Thema

HEUCHELHEIM (ee). Überaus informativ war einmal mehr der vom Sportkreis Gießen angebotene Vereinsthementag, den die TSF Heuchelheim im Rahmen ihres 125-jährigen Jubiläums in der vereinseigenen TSF-Sporthalle ausrichteten. Sportkreisvorsitzender Heinz Zielinski begrüßte 28 Teilnehmer und dankte dem TSF-Vorsitzenden Wolfgang Schleer und Geschäftsstellenleiterin Jutta Eichhöfer für die organisatorische Gestaltung der Veranstaltung. Moderator Schleer hatte vier Themenschwerpunkte ausgewählt, zu denen qualifizierte Referenten gewonnen werden konnten.

So ging Gudrun Neher von der Sportjugend Hessen auf das Thema „Viele Kinder – wenig Jugendliche“ ein. Obwohl wenige Vereine über einen Mangel an interessierten Kindern, die ihr Angebot nutzen, klagen, so beginnt dennoch bereits mit zwölf Jahren in vielen Sportarten die Austrittswelle. „Aktive Jugendliche sind oft ein knappes Gut“, so die Referentin. Viele Vereine stünden vor der schwierigen Aufgabe, dass es bei der Nachwuchssicherung klemme. Gute Jugendarbeit erfordere viel Engagement und Vertrauen. „Auch Kinder können je nach Sportart schon Verantwortung übernehmen. Holt euch die Leute, wenn sie noch da sind.“ Wie Jugendliche dennoch an den Verein gebunden werden können, erläuterte Nehler. Dabei appellierte sie vor allem an die „älteren“ Vereinsmitglieder, den „jüngeren“ Vertrauen entgegenzubringen, Mut zu machen, sie zu unterstützen und zu beraten.

„Manchen Vereinen gelingt es sogar, Jugendliche auch in Managementaufgaben einzubinden. Das ist keine Garantie, aber eine Chance sie auch später für Führungsaufgaben im Verein gewinnen zu können.“ Eine Möglichkeit, um dieses Ziel zu erreichen, sei etwa ab 14 Jahren das Angebot als Jugendsprecher tätig zu sein oder ab zehn Jahren in einem Jugendvorstand, Jugendausschuss oder Juniorteam mitzuarbeiten.

Tipps zur Gestaltung von Bewerbungen und Präsentationen bei ausgeschriebenen Wettbewerben, aber auch bei Vorträgen und Gesprächen gab Holger Albers von Communication Consulting. So soll etwa eine Power-Point-Präsentation nicht mehr als zehn Folien aufweisen, nicht länger als 20 Minuten dauern und um die Informationen gut zu vermitteln, die Schriftgröße 30 gewählt werden.

Wie muss meine Bewerbung aufgebaut sein und aussehen, damit sie für den Angeschriebenen aussagekräftig ist? Als Antwort versetzte Albers zuerst einmal dem eigenen Anspruchsdenken einen Dämpfer, bis ins Letzte alles perfekt zu machen. Vielmehr gehe es darum, was möchte der Empfänger hören, wie argumentiere ich? Dabei ging er auch auf rhetorische Argumente ein und gab den Hinweis, dass man sich beim Satzaufbau zwischen „heute“ und „Johannesevangelium“ bewegen soll. „Ein Satz in der Bildzeitung besteht aus vier Worten, bei den Heute-Nachrichten aus 14 Worten und im Johannesevangelium sind es 17 Worte.“

Soziale Medien sind auch im Vereinsleben nicht mehr wegzudenken. Viele Vereine nutzen diese inzwischen zur Kommunikation, Mitgliedergewinnung und Kontaktpflege. Doch was steckt dahinter? Darüber informierte der freie Medientrainer und Journalist Florian Dietz. „Facebook und Co. sind zwar sehr beliebt, aber ...“ Und genau das war es, was die Teilnehmer auch hören wollten. Zwar sei es gut, mit Facebook Mitglieder zu werben und dieses soziale Netzwerk zu nutzen, aber dabei dürfe man die Gefahren nicht außer Acht lassen. So spielten Google, Twitter, Youtube, Flickr und auch Wer kennt wen gegenüber Facebook nur eine kleine Rolle. Facebook sei nicht nur eine Datenkrake, sondern auch einer der größten Rechtsverletzer. „Das ist einfach gigantisch“ mahnte Dietz zum sorgfältigen Umgang mit Facebook und ging auch auf die wirtschaftlichen Hintergründe ein.

Allerdings sei Facebook bei der richtigen Anwendung bei Vereinen sehr gut geeignet, um soziale Netzwerke aufzubauen und Jugendliche an den Verein zu binden. Abschließend ging Rechtsanwältin Elke Balters auf das Thema „Übungsleiter im Nebenerwerb“ ein. Für 2013 liege der Übungsleiter-Freibetrag bei 2400 Euro und die Ehrenamtspauschale bei 800 Euro im Jahr. Balters ging in ihrem Vortrag auf die Problematik ein, wenn Vereine mehr als den Übungsleiterfreibetrag zahlen und auch darauf, was Übungsleiter beachten müssen, wenn ihre Tätigkeit über den Freibetrag hinausgeht. Auch wurden Fragen erörtert, ab wann man angestellt und ab wann man selbstständig ist und wann Kranken- und Rentenversicherungsbeiträge gezahlt werden müssen. Hier war das Interesse der Teilnehmer genauso groß wie bei den Themen zuvor.

Auf großes Interesse bei den Zuhörern aus den verschiedenen Vereinen des Sportkreises stieß der Vereinsthementag in Heuchelheim.

Foto: Wißner,

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