TSF Heuchelheim

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Presseberichte

Einst größter Dorfverein zwischen Kassel und Frankfurt

Einst größter Dorfverein zwischen Kassel und Frankfurt
Artikel vom:
09.03.2013
Quelle:
Gießener Anzeiger
Bereich:
TSF 125 Jahre Jubiläum

Artikel Inhalt

Turn- und Sportfreunde Heuchelheim bestehen seit 125 Jahren – Festschrift präsentiert

(ies). 125 Jahre Turn- und Sportfreunde Heuchelheim sind geprägt von Höhen und Tiefen, von sportlichen Erfolgen, aber auch von Niederlagen. Mit der „TSF Echo“-Jubiläumsausgabe ist nach detaillierter Recherchearbeit ein ganz besonderes Werk entstanden. Angefangen mit der Gründung im Jahr 1888 wird die Vereinsgeschichte in der Jubiläumsschrift in vier geschichtlichen Teilen, die von den Kriegsjahren, dem Bau der Turnhalle und des Sportstadions bis hin zu bedeutenden Persönlichkeiten reichen, präsentiert.

Federführend bei der Gestaltung der rund 80 Seiten starken Festschrift war Manfred Marx, im Vorstand der Turn- und Sportfreunde für den Bereich Öffentlichkeitsarbeit zuständig. Für ihn und seine Mitstreiter hatte Vorsitzender Wolfgang Schleer bei der Präsentation des Werkes viel Lob parat.

Begonnen hatte eigentlich alles mit dem gebürtigen Heuchelheimer Jakob Rinn, der sich schon früh um die Gründung eines Turnvereins in Heuchelheim bemühte. 1888 war es dann so weit: Die Keimzelle der heutigen Turn- und Sportfreunde, der TV Heuchelheim, entstand. 1908 kam dann noch die freie Turnerschaft hinzu. Auch wenn der Erste Weltkrieg seinen Tribut zollte – es ging nach Kriegsende weiter bergauf. 1920 wurde der Bau der Turnhalle mit großem Gastraum und der Möglichkeit zur Bewirtung beschlossen, die schließlich 1926 eingeweiht wurde. Im Zuge des Zweiten Weltkriegs wurde die Turnhalle beschlagnahmt, der Sportplatz durch die Besatzungsmacht belegt und der Turnverein aufgelöst – dennoch war der sportliche Wille ungebrochen.

Bereits am 7. Juli 1945 gründete sich der Verein Sportfreunde, vier Jahre später wurde der Vereinsname in Turn- und Sportfreunde geändert. Und von da an ging es bergauf. Die alte Sportanlage am Geiersberg wurde vom modernen Stadion, an dessen Bau die Vereinsmitglieder maßgeblich beteiligt waren, abgelöst. 5000 Besucher kamen im Juni 1953 zur feierlichen Eröffnung. In den 70er Jahren kam dann die Blütezeit des Vereins. Mit 2450 Mitgliedern waren die TSF der größte Dorfverein zwischen Kassel und Frankfurt. Der Bau der großen Sporthalle an der Schwimmbadstraße war 1976 abgeschlossen. Und rund 30 Jahre später wurde – erneut unter tatkräftiger Mithilfe der Sportler – das neue Sportzentrum an den Kahnwiesen gebaut.

Aber die Chronik enthält bei Weitem nicht nur die Geschichte des Vereins. Jede der vielfältigen Sparten ist zudem mit ihrer ganz eigenen Geschichte vertreten, begonnen mit der Fußballabteilung, die sich aus dem 1920 gegründeten Sportverein entwickelte. Ein Auf und Ab zwischen der Kreis- und der Bezirksliga begann, in den 60er Jahren war auch hier die Blütezeit des Vereinslebens. In den 70er Jahren war man schließlich in allen Altersklassen äußerst breit aufgestellt. Die Geburtsstunde der Handballabteilung liegt im Jahr 1926, auch hier gab es – jedoch bis in die Oberliga – ein stetiges Auf und Ab. Zwei Hessenmeisterschaften ergänzten die Erfolge. Und gerade in dieser Sparte ist die Jugend eine äußerst wichtige Gruppe, auf deren Ausbildung viel Wert gelegt wird. Die Leichtathletikabteilung profitierte natürlich von den neuen Gegebenheiten, die sich Mitte der 50er Jahre mit dem Bau des Stadions boten, und auch heute sind optimale Trainingsbedingungen vorhanden. Jedoch hat der Bau der neuen Anlage seine Tribute gezollt, wie Hans Muhl, der seit 26 Jahren die Abteilung leitet, berichtet. Aufgrund der fehlenden Trainingsmöglichkeiten während der Bauphase wechselten einige Sportler den Verein, sodass die Abteilung momentan zwar klein, aber fein ist.

Die Tischtennisabteilung besteht seit 67 Jahren und hat einen guten Namen in der Region. Auch hier gibt es eine aufregende und wechselvolle Geschichte. Ein weiterer Schwerpunkt ist der Bereich Turnen und Breitensport. Hier hat der Verein die meisten Mitglieder. Ende der 70er stiegen die Damen in die Landesliga auf. Als herausragendstes Talent ist hier Gabi Weller aus dem Verein hervorgegangen, die 1982 an den Olympischen Spielen in Barcelona teilnahm. Die größte Gruppe ist jedoch der Breitensport mit einer Vielfalt von Angeboten für alle Altersklassen. Immer was los ist beim Kinderturnen, in der Herzsportgruppe, bei der Frauengymnastik – die Gruppe besteht bereits im 56. Jahr – und bei den Fitnessangeboten aller Art. Von Montag bis Samstag gibt es täglich mehrere Angebote. Die TSF haben momentan 2294 Mitglieder, die sich in den verschiedensten Bereichen engagieren. Im Zuge des Jubiläums ist für Samstag, 15. Juni, ein Akademischer Abend geplant.

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