Ukrainischer Nationalspieler trainiert in Heuchelheim

Dieser Tage ist Maxim Nikolenko, ukrainischer Tischtennisspieler zu Gast in Heuchelheim. Die Flucht vor dem Krieg in seinem Heimatland und die Suche nach Trainingsmöglichkeiten haben den 29 Jährigen Sportler nach Deutschland geführt. Maxim Nikolenko ist im Behindertensport kein Unbekannter, hat er doch bei den Paralympics bisher drei Medaillen geholt und ist derzeit die Nummer 4 in der Welt.

Über Düsseldorf ist er nach Heuchelheim gekommen wo Fabian Lenke, der hessische Landestrainer für Para-Tischtennis ihn unter seine Fittiche genommen hat. Am Landesstützpunkt absolvierte Maxim Nikolenko bisher einige Trainingseinheiten, nahm am Abteilungstraining wie am Stützpunkttraining für Para-Sportler teil. Denn der junge Mann aus Saporischschja, das dieser Tage wegen des Beschusses durch russische Soldaten auf das Atomkraftwerk traurige Bekanntheit erlangte, hat ein Ziel: er möchte sich auf die Weltmeisterschaften im November vorbereiten. Dort würde er unter normalen Umständen zum engeren Favoritenkreis zählen.

In Heuchelheim waren die besten Tischtennisspieler des Para- wie Regelsportes aus der Region bisher seine Trainingspartner. Darunter auch Juliane Wolf, die seit Sommer diesen Jahres für die TSF im Behindertensport an den Tisch geht. Sie ist deutsche Nationalspielerin und wird ebenso wie Maxim bei der WM in Granada (Spanien) starten. Auch Juliane ist Nummer 4 der Welt und hat gute Chancen auf eine Medaille. Wir hoffen, dass Beide sich bis dahin in Heuchelheim gut auf die WM vorbereiten konnten und wünschen viel Erfolg!


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